News

"El hogar" - Feuer und Herd: Was "Heimat" bedeutet

Texten auf Spanisch: Das Team des
Texten auf Spanisch: Das Team des "blog de la linea 22"

[06|01|2017]

Spanischsprachiger Onlineblog der HM erforscht das Thema „Heimat“

Was bedeutet Heimat heute, in einer globalisierten Gesellschaft, in der jeder Mensch beinahe überall Zuhause ist? Dieser Frage widmeten sich Studierende verschiedener Fachrichtungen der Hochschule München im Rahmen eines neuen Lehrprojektes innerhalb des spanischsprachigen Onlineblogs "el blog de la linea 22" .

 

Im Juni vergangenen Jahres ging der Blog bei Wordpress unter der Leitung von Prof. Dr. Maria Begona Prieto Peral, Fakultät für Studium Generale und interdisziplinäre Studien, online. Damit entstand ein offenes Forum für alle Studierenden, MitarbeiterInnen und spanisch Lernenden an der HM, die sich über das facettenreiche Leben und Studieren auf Spanisch informieren und austauschen möchten.

 

„Feuer und Herd“

Das spanische Wort „el hogar“ bedeutet in der deutschen Sprache „Feuer und Herd“, im archaischen Kontext also der Ort, an dem tatsächliche und soziale Wärme sowie die Möglichkeit, gemeinschaftlich Nahrung zuzubereiten und zu essen, die Heimstätte charakterisieren. Durch Interviews mit spanischsprechenden Muttersprachlern, die ihre Heimat meist schon in jungen Jahren verlassen haben, versuchten alle am Lehrprojekt beteiligten den spanischen Heimatbegriff fassbar zu machen. Was also ist Heimat? Ein Gefühl, ein Ort, ein Zustand oder ein Prozess? Was ist der Unterschied zwischen dem Zuhause, das wir fühlen, und dem Zuhause, in dem wir real wohnen? Die Antworten sind vielschichtig und dennoch im Kern gleich: Heimat, das ist für viele zunächst ein Ort, an dem entweder selbst gelebt wird oder aber Erinnerungen hängen, die ein Gefühl von Heimat hervorrufen. Heimat ist also Ort und Gefühl zugleich. Für manche Befragten ist Heimat auch ein Objekt, ein Koffer beispielsweise, oder auch ein vertrauter Geruch.

 

Heimat: individuell und unteilbar

So unterschiedlich die Ausprägungen des Heimatbegriffes sind, so scheint es doch eine Gemeinsamkeit zu geben: „El hogar“ ist ein Gefühl, das alle tief im Innern tragen und das uns konditioniert, egal wo wir gerade leben. Die Frage nach gut oder schlecht, richtig oder falsch stellt sich nicht. Das Erleben von Heimat ist, wie es ist: individuell und unteilbar.

 

Am „blog de la linea 22“ zum Thema Heimat haben Miranda Fruth, Pedro Grob, Blanca Pérez Tabares de Nava, Evelyn Pluska, Melanie Schautt, Christina Sedlmeier, Dunia Barrera, Alejandra Gonsebatt und Begoña Prieto Peral gearbeitet. Dabei wurden sie vom QualiFIVE Programm der Hochschule München gefördert.

 

 

Miranda Fruth / Valerie Stärk